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Welche Risiken birgt eine Schulteroperation?

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Schulteroperationen werden seit vielen Jahren sehr erfolgreich durchgeführt. Viele Menschen, die an Schulterschmerzen und Arthritis gelitten hatten, wurden durch eine Schulterrekonstruktion von Ihren Schmerzen befreit und waren wieder in der Lage Ihre Schulter problemlos zu bewegen. Da fortlaufend neue Materialien und Verfahren entwickelt werden, werden zudem die Ergebnisse immer besser. Die Komplikationsrate nach einer Schulteroperation ist niedrig. Ernste  Komplikationen wie Infektionen treten bei ungefähr 1,9% der Patienten auf.2 Schwere medizinische Komplikationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall treten noch seltener auf. (Natürlich können chronische Krankheiten das Risiko für Komplikationen erhöhen).

Jede Operation birgt Vorteile aber auch Risiken. Ihr Operationsergebnis hängt von Ihrem persönlichen Gesundheitszustand ab und die Genesung benötigt Zeit. Eine Erfolgsgarantie kann nie gegeben werden, zu den Vorteilen können jedoch die Befreiung von Schmerzen und die wiederhergestellte Funktion der Schulter gehören.

Folgende Probleme und Komplikationen können während und nach der Operation auftreten und müssen gegebenenfalls ärztlich behandelt werden (z. B. auch durch eine weitere Operation), manchmal muss das Implantat auch entfernt werden:

Infektion

Infektionen sind ein Risiko bei jeder Operation. Laut einer aktuellen Studie erleiden weniger als 1,9% der Patienten eine Infektion in den ersten zwei Jahren.1 Wenn eine Infektion nach einer Schultergelenkersatzoperation auftritt, wird diese meistens durch Bakterien verursacht, die in den Blutkreislauf gelangt sind. Diese Komplikationen sind nicht sehr häufig, doch wenn sie auftreten, können Sie den Heilungsprozess verzögern.

In den ersten beiden Jahren nach der Schulteroperation müssen Sie vorbeugend Antibiotika einnehmen, bevor Sie sich einer Zahnbehandlung oder Operation unterziehen, bei der das Risiko besteht, dass Bakterien in Ihren Blutkreislauf geraten. Grundsätzlich sollten Sie mit Ihrem Orthopäden und Ihrem Zahnarzt sprechen, ob Sie weiterhin Antibiotika vor weiteren Eingriffen benötigen.

Osteolyse

Der Knochen neben dem Schulterimplantat kann sich zurückbilden (die so genannte Osteolyse), weil Ihr Körper auf Partikel reagiert, die verursacht werden durch:

  • direkten Kontakt mit den Metall- und Kunststoffkomponenten
  • Kontakt zwischen den Schulterkomponenten und dem Knochenzement
  • Kontakt zwischen den Schulterkomponenten und Ihren natürlichen Knochenpartikeln, welche zwischen den beweglichen Komponenten vorhanden sind und die Entstehung von weiteren Partikeln verursachen oder zu einer Schädigung der Implantatkomponenten führen können.

Implantatbruch

Diese werden in der Regel verursacht durch:

  • Patienten mit übertriebenen Leistungserwartungen
  • schwere und/oder übergewichtige Patienten
  • körperlich aktive Patienten.

Um das Risiko eines Bruchs zu minimieren, müssen Sie die ärztlichen Anweisungen befolgen und übertriebene oder falsche Bewegungen vermeiden.

Weitere Risiken

  • Die Entfernung und/oder der Ersatz des Implantats oder seiner Komponenten kann zu einem späteren Zeitpunkt notwendig werden.
  • Es wurde von allergischen Reaktionen auf das Metall der Schulterimplantate berichtet, wenn auch nur sehr selten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Allergiesymptome bemerken.
  • Eine Luxation des Implantats kann durch die falsche Positionierung der Implantatkomponenten, durch Stürze oder das Fallen auf Ihre Schulter oder Ihren Ellbogen auftreten.
  • Die Implantatkomponenten können sich aufgrund schlechter Zementierung oder infolge von Stößen, Stürzen oder Kollisionen lockern.
  • Herz-Kreislauf-Störungen durch Knochenzement umfassen Blutgerinnsel, Blutdruckabfall, Herzinfarkt und in seltenen Fällen Tod.

Wann ist ein Schulterersatz nicht angemessen?

Aufgrund der Risiken kann Ihr Arzt entscheiden, dass eine Schultergelenkersatzoperation in Ihrem Fall aus den folgenden Gründen nicht angemessen ist:

  • Sie haben oder hatten eine Infektion.
  • Sie haben nicht genug Knochenmasse oder der Knochen ist nicht stark genug, um einer Prothese genügen halt zu bieten.
  • Sie haben verletzte Nerven im Schulterbereich.
  • Sie haben verletzte oder nicht funktionsfähige Schultermuskeln.
  • Ihre Schulter ist äußerst instabil.
  • Ihre Knochen sind nicht voll ausgewachsen oder entwickelt.
  • Sie leiden an erheblichem Knochenschwund oder schwerer Abnahme der Knochensubstanz (Osteoporose).
  • Ihr Schultergelenk wurde bereits zuvor erfolgreich reponiert und ist stabil, funktionsfähig und schmerzfrei.
  • Sie leiden unter rheumatoider Arthritis und haben oder hatten in der Vergangenheit Hautläsionen (die das Risiko einer Infektion erhöhen).

Literaturverzeichnis:

  1.  J Bone Joint Surg [Br] 2004;86-B:65-9.
    Erhalten am 13. Dezember 2002; Genehmigt am 02. Mai 2003.

 

 

Last Updated: 10 December,2012                                         © 2012 Zimmer, Inc. (owner of site) version 6.0