Die Kniegelenk-Arthrose (Gonarthrose)

Die Arthrose ist eine Verschleißerkrankung des Gelenkes

Mit zunehmendem Alter und durch steigende Belastung, Übergewicht, Fehlstellungen wie X- und O-Bein, Verletzungen oder Entzündungen kommt es zu einer Abnutzung des Knorpels im Gelenk. Dabei lösen sich Teile des Knorpelgewebes aus der ursprünglich glatten Schicht heraus. Im Endstadium dieses Prozesses ist auf den Gelenkflächen kein Knorpelgewebe mehr vorhanden - der Oberschenkelknochen liegt frei.

Die herausgelösten Knorpelteilchen reizen die Innenhaut des Gelenkes. Folgen sind entzündliche Veränderungen der Gelenkschleimhaut und ein Erguss - eine schleichende Entwicklung, die häufig erst spät erkannt wird.

Viele Patienten kennen die so genannten Anlaufschmerzen, bei denen die ersten Schritte am Morgen oder nach längerem Sitzen schwer fallen. Der Arzt stellt hier meist knöcherne Veränderungen und Fehlstellungen sowie Bewegungseinschränkungen des Kniegelenkes fest. Eine Heilung durch medikamentöse Behandlung ist in diesen Fällen nicht mehr möglich.

Je nach Ausdehnung der Erkrankung kann bei Fehlstellungen die Korrektur der Beinachse sinnvoll sein, um den Verschleißprozess hinauszuzögern.

Häufig erreichen arthroskopische Eingriffe (Gelenkspiegelung) in den Anfängen der Verschleißerkrankungen eine Linderung durch Glätten der Gelenkoberfläche, Teilentfernung des Meniskus oder auch Herausfiltern der abgelösten Partikel.